Freitag, 14. Januar 2011

VBT=Vorbereitungstagung


VBT = Vorbereitungstagung


Vorbereitungstagung

Die gesamte letzte Woche befand ich mich, in der Jugendherberge Lauenburg,
Bei der Vorbereitungstagung für mein Austauschjahr nach Japan.
Bevor ich nun versuche die Woche in Worte zu fassen, möchte ich die Leute bitten, welche auch ein Austauschjahr mit YFU machen wollen, diesen Teil meines Blogs zu überspringen. Die Inhalte der Woche sind kein Geheimnis, aber um sie zu verstehen muss man sie sich selber erarbeiten. Wenn ihr die Woche dann hinter euch gebracht habt, werdet ihr euch freuen, dass ihr unwissend hingefahren seit.

TOP SECRET


Vor einigen Wochen bekam ich meine Einladung zur Vorbereitungstagung vom 7. Januar bis 13.Januar 2001 in Lauenburg. Ein nach meinen Eindrücken sehr kleines Städtchen an der Elbe, welches über einen Supermarkt und eine Jugendherberge verfügt. Mehr Attraktionen konnte durch die Fenster des Backsteingebäudes nicht erspähen. Die Einladung an sich gab ziemlich wenig Auskunft, eigentlich nur über den Ort und die Zeit und die Mitzubringenden Sachen:
  • Schreibsachen
  • Blaue Jeans und ein weißes T-Shirt
  • Feste Schuhe
  • Bequeme Freizeitkleidung
  • Sportkleidung
  • Dicke Strümpfe
  • Hausschuhe
  • Handtücher
  • Dreiteilige Bettwäsche

Die Dinge auf der Liste waren auch nicht allzu aufschlussreich. Eigentlich fiel mir nur die Blaue Jeans und das weiße T-Shirt auf. Anfangs dachte ich, das es vielleicht für ein Gruppenfoto gedacht ist...


Freitag 7. Januar 2011

Ich fahre das erste mal alleine nach Hamburg! Mit dem Zug. Selbst das Umsteigen am Kunstwerk, welches gleichzeitig als Bahnhof benutzt werden darf von Hundertwasser, habe ich es geschafft den richtigen Zug zu nehmen, trotz der fiesen Bahnsteig Benennungen. Anstelle einfach die Gleise zu zählen: Gleis 1, Gleis 2 usw., macht man sich in Uelzen einen Spaß daraus, die Gleise in möglichst hohen Zahlen anzugeben. Also musste ich von Gleis 103 zu Gleis 301. Jedes mal wenn ich dort umsteige frage ich nach dem Sinn dieser Beschriftung. Neben der Hinterhältigkeit Uelzens habe ich eine weiteren Grund gefunden, der aber genauso hinterhältig ist: Und zwar will Uelzen, dass mehr Leute das Kunstwerk bestaunen, anstelle es als Bahnhof zu benutzten. Durch die verwirrenden Zahlen, sollen die Reisenden ihren Zug verpassen um zwangsläufig länger Hundertwassers Kunstwerk bestaunen zu müssen. Ich musste dies zum Glück nicht, ich kam sicher in Hamburg an. An der Bushaltestelle nach Lauenburg traf ich weitere Schüler, die zur Vorbereitungstagung wollten. Ich hatte nie gedacht, dass wir so lange Bus fahren würden. Nach über einer Stunde landeten wir an einer Straße, wo weder andere Autos fuhren, noch Fußgänger zu sehen waren, mit anderen Worten da war nichts. Nun 5 Minuten später waren wir in der Jugendherberge.

Es begannen bei jedem neu eingetroffenen Vorstellungsrunden: „Ich heiße Ronja, komme aus Braunschweig und gehe nach Japan.“ Die meisten der Schüler gingen zwar nach Japan aber einige gingen auch nach Thailand, China oder Südkorea. Nach den Vorstellungsrunden kamen dann sogar die Teamer. Ein jüngerer Mann, trug ein Namensschild mit der Aufschrift Huddel. Wir mussten einige Angaben machen, ob wir Vegetarisches Essen wollten, Bettsachen mit hatten und was wir Morgens trinken wollten. Ich entschied mich für Saft. Danach wurden wir zu den Zimmern gebracht und uns wurde kurz die Jugendherberge gezeigt. Dann konnten wir die Sachen ausräumen. Ich war zusammen mit noch einer Ronja die nach Thailand geht, Karin die in China Freunde ihrer Mutter besucht und Jana die wie ich nach Japan fliegt.
Nach dem wir ausgepackt hatten trafen wir uns im großen Saal und spielten mit der Gruppe Kennlernspiele. Wir mussten wie bei einem Spielfeld nach einander von einem Punkt zum nächsten gehen. Als erstes mussten wir unseren Namen sagen, dann wo wir herkamen, wo wir hingehen würden und anschließend Sachen die man gerne macht. Es wurden so lange Hobbys aufgezählt bis ein andere „Ich auch!!“ rief, dann war man erlöst und durfte sich setzten und der nächste durchlief das Spielfeld. Die Formulierung eines Mädchens bei der letzten Frage: „Singen ist mein Leben!“ fand ich erst ziemlich albern bis ich sie singen gehört habe, danach war ich richtig beeindruckt und ich denke das es vielen so ging.

Nach dem Spiel wurden wir in AGs eingeteilt und erarbeiteten als erstes Grundlagen zur Kommunikation. Ziel war es, dass wir uns ohne zu melden in den kleineren Gruppen unterhalten konnten. Dabei war es wichtig auf die anderen zu achten, sie ausreden zu lassen usw. Uns wurde auch nahe gelegt, dass um so mehr wir uns beteiligen, desto mehr werden wir auch aus der Tagung mitnehmen. Später gab es dann Abendessen. Anschließend sind wir wieder in kleineren Gruppen zusammengekommen und haben Gummibärchen gegessen. Je nach Gummibärchenfarbe mussten wir etwas über uns erzählen.
Rot = Familie??
Grün = Schule??
Orange = Hobbys??
Weiß =  Warum wollen wir 1 Jahr in dem Land verbringen??
Gelb = Warum wollen wir überhaupt ein Auslandjahr machen??

Jeder kam dran und ich erfuhr von vielen verschiedenen Familiensituationen und Motivationen für das Auslandsjahr. Danach teilte sich die Gruppe noch mal und wir kamen in die Bärchengruppen. Meine Bärchengruppe bestand aus Karin, Antonia, Helin und dem Teamer Bruno, der seine Austauschjahr in Indien verbracht hat. Wir wurden gefragt wie der Tag war und wir durften unser Tagebuch schreiben. Ich war an dem Tag ziemlich guter Dinge, denn mein erster Eindruck der Tagung war, dass es wohl ziemlich lustig werden würde. Zudem habe ich gelernt, das in Asien die Eltern das Tagebuch lesen und auch die Nachrichten auf dem Handy. Ich weiß nicht wann ich an dem Tag geschlafen habe, aber es war ziemlich spät. 










Samstag 8. Januar 2011


Ich wachte in einem mir fast fremden Bett auf. Das einzig bekannte war die bunte Bettwäsche von Lillibe und der kleine Plüschfrosch, den ich von meiner Brieffreundin in Japan zu Weinachten bekommen hatte. Jugendherbergsbetten haben eigentlich nur ein Problem die Matratzen sind zu dünn ansonsten kann man eigentlich ziemlich gut drin schlafen. Frühstück gab es von 8:00 bis 9:00. Jedoch musste jeder um 8:30 Uhr anwesend sein, da dann Ankündigungen gemacht wurden. Wir wurden wieder in neue AGs aufgeteilt, dabei wurde immer neu gemischt, so das man letztlich mal bei jedem der 10 Teamern war und mit jedem der 43 Schüler zusammen gearbeitet hat.

Ich war in der Gruppe von Dom (Dominic) und Nevien. Die Räume in der Jugendherberge hatten neue Namen bekommen. So hieß das Zimmer von uns „Ninja Turtle“ und der Gruppenraum in dem ich war „Ponyland“. Wir behandelten das Thema Kultur. Ich weiß nicht mehr genau was Kultur für mich am Anfang war, aber um in ein anderes land zu gehen mit dem Wunsch „Ich möchte fremde Kulturen kennen lernen!!“ sollte sich vorher mal Gedanken darüber machen was Kultur ist. In der Broschüre über die VBT, die wir am letzten Tag erhielten steht drin: „Eine Kultur ist die Gesamtheit aller Elemente der Lebensgestaltung einer Gruppe, insbesondere eines Volkes.“ (Vorbereitungstagung S. 3). Man sieht an sich selber, dass alle Deutsche, eine ähnliche Kultur haben, wir alle leben im selben Staat, für jeden von uns gelten die gleichen Gesetzte und wir haben alle (fast) die selbe Geschichte. All die Dinge die für uns Kultur sind, kann man in ein Gebäude tun, dessen Kulturdach von drei Säulen gestützt wird. Einmal der Säule für die Institutionen: Staat, Schule, Wirtschaftsystem, von der Säule für Wertvorstellungen: Gesetzte, Moral und der Säule für Kommunikationssysteme: Sprache, Gestik. All die Säulen haben aber auch ein Fundament: Die Geschichte des jeweiligen Landes. Um uns zu zeigen, dass die Kultur ein Netzwerk ist, stellten wir uns in einen Kreis und jeder durfte ein Begriff wählen ich war das Museum. Danach reichten wir je nach Beziehungen ein Wollknäuel weiter, so das in unserer Mitte ein Spinnennetz entstand.
Anschließend gab es Mittagessen.

Nach der kurzen Mittagspause ging es auch gleich weiter mit einem Vortrag zum Thema Kommunikation. Ich hatte das Thema bereits am Anfang des Schuljahres in Deutsch gehabt, wir haben viele Stunden mit dem Thema verbracht und haben das somit etwas mehr vertieft, aber es war dennoch echt hilfreich all das noch mal etwas aufzufrischen. Zudem kamen noch mehr Sachen dazu. Huddel zeigte uns zudem ein Video, wir mussten zählen wie oft die weiße Mannschaft den Ball passte. Mit im Film kam dann ein Gorilla, den aber nur die hälfte von uns gesehen hat. Ich habe ihn nicht gesehen und mich zudem bei den Pässen verzählt...
Aber das sollte uns zeigen, das wir manche Sachen nicht wahrnehmen, aber es gerade auf die ankommt. Ein Beispiel für Kommunikation in Asien, das ich oft zu hören bekam.
Wir sagen: „Kannst du mal das Fenster zu machen!!“
Asiaten sagen: „Es ist kalt!“
Die Kunst ist es nun diese Dinge zu erkennen. Aber es kam auch noch das Beispiel mit dem Mann und den Hammer:
„Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüßte er mich nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Vielleicht hat er die Eile nur vorgeschützt, und er hat was gegen mich. Und was? Ich habe ihm nichts getan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen? Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet er sich noch ein, ich sei auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht´s mir wirklich. - Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch bevor er "Guten Tag" sagen kann, schreit ihn unser Mann an: "Behalten Sie Ihren Hammer".“
(Aus P. Watzlawick: Anleitung zum unglücklich sein.)
Ich kannte die Geschichte, aber ich mag sie ziemlich gerne und auch ich ertappe mich manchmal dabei, anderen aus ihren Handlungen, Meinungen zu unterstellen. Etwas neues für mich war das Füllen von Begriffen. Die Geschichte dazu war eine Hochzeitreise:
Ein Ehepaar war in den Flitterwochen reiten. Die beiden reiten gerade am Strand entlang, da stürzt der Mann vom Pferd, er rappelt sich hoch und sagt zu dem Pferd: „1!“. Die Frau wundert sich, denkt sich aber nichts dabei. Dann fällt der Mann erneut vom Rücken des Pferdes und sagt zu ihm: „2!“. Die Frau würde nun echt gern wissen, warum der Mann das sagt, aber da fällt dieser auch schon wieder vom Pferd holt seine Pistole raus und erschießt das Pferd. Die Frau ist entsetzt und fragt: „Du kannst doch nicht das Pferd erschießen!“ Daraufhin sagt der Mann : “1!“.
Und wir alle Wissen was er bei 3 machen wird. Genauso ist es mit Insider Witzen.
Ja Kathi „Bahnhofvorsteher!“. Wir verbinden mit Begriffen bestimmte Situationen oder Dinge. Ich habe es am meisten bei den Überschriften für die Themen der VBT gemerkt. Am Anfang konnte ich mit „ag@info.co“  nichts anfangen jetzt verbinde ich damit das gelernte.
  
Nach dem Vortrag von Huddel gingen wir wieder in AGs ich kam zu Thomas und Nevien nach „Atlantis“. Als erstes las uns Thomas etwas über die Nacirema vor. Die Nacirema sind nach meinem ersten Eindruck ein Naturvolk aus Afrika oder Südamerika, die in Strohhütten wohnten. Wir diskutierten über den Text bis wir ihn Auseinander nahmen und herausfanden, dass wir durch einige Begriffe wie: Medizinmann und Ritual in die Irre geführt wurden, denn eigentlich waren die Nacirema uns gar nicht mal so unähnlich. Einige wollten das nicht glauben und haben weiter dagegen Diskutiert bis wir zum Schluss die Lösung gesagt bekamen:
Nacirema = American
Wir Menschen haben die gute und schlechte Eigenschaft Sachen und Menschen in Schubladen zu ordnen. Wir machen das die ganze Zeit immer und auch mit anderen Ländern. Ziel für das Austauschjahr muss es sein, sich auf neue Sachen einzulassen und auch mal Dinge aus einer Schublade raus zu holen und in eine andere zu tun.

Das Abendessen wurde mit „Dinner 4 one“ betitelt. Erst mal habe ich mit nichts dabei gedacht, bis ich keines bekommen habe.   


Bewerbung

Kommt in kürze oder später^^

Freitag, 24. Dezember 2010

Kendo

Hier ist jetzt ein Bild von mir, mit meinen Kendo Sachen. Allerdings habe ich das Bild heute gemacht...
Und nicht vor 3, 4 Jahren, als ich noch den Sport wirklich betrieben habe. 



Die Kleidung besteht erst mal aus einer langen Hose, die sich „Hakama“ nennt. Als erstes zieht man sich allerdings die Jacke „Keiko-Gi“ an. Ähnlich wie bei den Karateanzügen, wird die Jacke erst innen dann außen mit Schleifen zusammengebunden. Danach wird die Hose umgeschnürt.
Wenn man dann eine Rüstung hätte, wird diese über all das noch drüber gezogen^^  

    

Samstag, 11. Dezember 2010

Der Anfang!!!

Wie kommt man eigentlich dazu nach Japan zu wollen???

Bisher habe ich so einige Meinungen, von dem fernöstlichen Land gehört. Vielen ist es dort etwas zu voll, mit nur 127.264.438 Japanern. Deutschland hat im Vergleich  81.759.000 Einwohner. Das sind in Japan wenn man sehr grob rundet... (rechnen... „Wo ist denn nur mein Taschenrechner??“) fast doppelt so viele Einwohner. Allerdings ist die Fläche, der sich im Pazifischen Ozean erstreckenden Inselkette auch ein bisschen größer, als die der Bundesrepublik Deutschland. Dennoch sind viele Teile der Inseln nicht zum besiedeln geeignet, dadurch wohnen in Tokyo alleine schon 8.340.000 Menschen.   

Andere Leute finden die Sprache zu kompliziert. „Japanisch? Das wäre mir zu schwer! Ist das nicht mit den verschiedenen Tonhöhen?“ An der Stelle wird dann Chinesisch nachgeahmt, bei dem wahrscheinlich jeder Chinese schreiend, aus dem Zimmer laufen würde. Daraufhin erklärt man dann: „Nein!! Das, was du meinst ist Chinesisch!! .... Japanisch klingt ganz anders!“ denn jedem Konsonanten folgt fast immer ein Vokal.
Beispiel Wörter:
Hana          = Blume
Ani           = Bezeichnung für den eigenen älteren Bruder
Keshigomu      = Radiergummi
Kurisumasu    = Weinachten

Wieder andere Leute sind genauso begeistert von Japan, wie ich es bin. Es sind meistens die Freunde, die ich über Animexx (Für alle, die keine Ahnung haben, was Animexx ist: http://animexx.onlinewelten.com/)   kenne. Nun über SchülerVZ bin ich in der Gruppe „ YFU Japan 2011/2012“. Wir sind zurzeit 13 Mitglieder und die meisten kommen nun mal über Manga und Anime dazu nach Japan zu wollen.

Nun hier kommt meine Geschichte:
Eigentlich hat alles mit Müll angefange!! Ja wirklich mit Müll!
Papa war vor langer, langer Zeit mal Trainer für Jujutsu und irgendwie kam er damals auf die Idee, in einem unserer Zimmer Judomatten auszulegen. Judomatten kauft man sich eigentlich nicht als Privatperson, so wurde Papa, als Händler registriert und erhält bis heute regelmäßig Bestellkataloge für Karateanzüge, Judomatten usw. Einen dieser Kataloge fand ich im Papierkorb. Ich blätterte gelangweilt die Seiten um, auf denen kleine Kinder und haarige Männer mit schwarzen Anzügen komisch Haltungen annahmen. Bis ich auf die Seite mit der Kendorüstung stieß. Kendo: Ein Japanischer Kampfsport, bei dem sich zwei berüstete und mit Bambusschwertern bewaffnete Menschen gegenseitig schlagen. Das war der Sport, den ich machen wollte. 2005 habe ich dann angefangen gehabt, da war ich in der 5. Klasse. Ich kann mich noch gut an das Training erinnern, zu gut.  Es fing immer mit der Kata an, danach folgte das aufwärmen und dehnen, daraufhin zog man seine Rüstung an, wenn man eine hatte bis zum Ende wurde dann frei gefochten. Ich konnte nur einmal die Woche zum Training, ich war die Jüngste und das Training war ziemlich spät. Zudem ist Kendo ein sehr typischer Japanischer Sport. Man erkennt Japanische Sportarten daran, dass man so gut wie immer das gleiche macht. Die Dinge führten dazu das ich 2 Jahre später aufhörte. Dennoch hatte der Sport mein Interesse für Japan geweckt.
In der 7. Klasse habe ich dann angefangen Japanisch zu lernen. Eigentlich lernt man ab der 7. Klasse eh schon eine Fremdsprache. Allerdings habe ich das Glück an einer Gesamtschule zu sein, das bedeutete, das die Fremdsprache in das Fach: „Wahlpflichtbereich 1“ fällt. Alternativen zu Spanisch und Französisch waren dann Fächer wie „Mensch, Natur, Technik“
In dem Fach hat man zusätzliche 4 Stunden Naturwissenschaften (Bio, Physik, Chemie). Meine Meinung von dem Geschick des Kurses in Chemischen Dingen, hielt sich in Grenzen, mit anderen Worten: Ich war froh, dass die Schule noch nicht in die Luft geflogen war. Irgendwann kamen die Schüler mit einer komischen gelblichen Substanz an, welche alles andere als gut roch. Später habe ich dann erfahren, dass es sich um selbstgemachte Creme handelte. Nun aber „Mensch, Natur, Technik“ war immer noch besser als der Kurs „Technische Welt“, wobei sich das Wort Welt auf die Schule bezieht. Ziel des Kurses ist es, die Dinge zu reparieren, die in der Schule kaputt gehen. Unser Klassenlehrer Herr W. leitete den Kurs.
Schüler 1: „Oh mein Stuhl ist kaputte!“ (Schüler 1 hat gekippelt)
Herr W.: „Kein Problem! Den nimmt Myron mit in „Technische Welt!“
Nun ist allen klar, was Myron dann die nächsten Stunden machen durfte.
Über die Kurse Spanisch und Französisch kann ich nicht so viel sagen, da waren halt die Streber! Na gut das entspricht auch nicht ganz der Wahrheit... (Anna! Ich würde es nie wagen, dich als Streber zu bezeichnen). Nun Tatsache ist nur, das viele die eine 2. Fremdsprache hatten auch in die Oberstufe gegangen sind. Ich war in dem Kurs „Musisch Kulturelle Bildung“, der tollste Kurs überhaupt! Nein ich darf nicht lügen. Wir haben nichts zu anspruchsvolles gemacht, wir haben gemalt, wir mussten Musik machen und Theater spielen und dämliche Führungen durch Klangkunstausstellungen leiten. Mit anderen Worten 90% der Schüler waren nicht Sprachbegabt, weiblich und zu doof für Naturwissenschaften...
Nun ich bin vielleicht etwas abgeschweift...
Eigentlich wollte ich sagen, dass ich damals auch nicht so Sprachbegabt war. Nun es hat sich auch bis heute leider nicht wirklich geändert. Meine Lehrer hielten es für nicht so klug Japanisch zu lernen. Ich habe es natürlich trotzdem gemacht. In der 7. und 8. Klasse hatte ich immer zweistündig. Später habe ich dann noch einen Kurs bei der Volkshochschule belegt. Ab der 9. Klasse hatte ich dann vierstündig Unterricht. 
Wenn man Japanisch lernt, ist der Kontakt mit Manga eigentlich unvermeidbar. So habe ich zu Weinachten 2008 meinen ersten Manga:
„Kagen no Tsuki“ bekommen. Zuvor hatte ich allerdings schon den Film mit Hyde gesehen.
Den Wunsch, einen Schüler Austausch nach Japan zu machen, hatte ich seit dem ich Japanisch lernte.

Mittwoch, 10. November 2010

Einleitung

Nun... Der Titel sagt eigentlich schon alles. Ich habe vor, hier über mein Austauschjahr in Japan, das im März 2011  beginnt, zu berichten, damit ich mit so vielen Leuten, wie möglich in Kontakt bleiben kann. Ich sehe es leider bei meinen Freunden, die auch ein Jahr im Ausland sind, dass man eigentlich ziemlich wenig Kontakt hat. Man schreibt sich hin und wieder eine E-Mail, aber eigentlich  hat man keine Vorstellung davon, was sie am anderen Ende der Welt gerade machen. Und um dies zu vermeiden, werde ich meine Erlebnisse hier aufschreiben^^