Freitag, 24. Dezember 2010

Kendo

Hier ist jetzt ein Bild von mir, mit meinen Kendo Sachen. Allerdings habe ich das Bild heute gemacht...
Und nicht vor 3, 4 Jahren, als ich noch den Sport wirklich betrieben habe. 



Die Kleidung besteht erst mal aus einer langen Hose, die sich „Hakama“ nennt. Als erstes zieht man sich allerdings die Jacke „Keiko-Gi“ an. Ähnlich wie bei den Karateanzügen, wird die Jacke erst innen dann außen mit Schleifen zusammengebunden. Danach wird die Hose umgeschnürt.
Wenn man dann eine Rüstung hätte, wird diese über all das noch drüber gezogen^^  

    

Samstag, 11. Dezember 2010

Der Anfang!!!

Wie kommt man eigentlich dazu nach Japan zu wollen???

Bisher habe ich so einige Meinungen, von dem fernöstlichen Land gehört. Vielen ist es dort etwas zu voll, mit nur 127.264.438 Japanern. Deutschland hat im Vergleich  81.759.000 Einwohner. Das sind in Japan wenn man sehr grob rundet... (rechnen... „Wo ist denn nur mein Taschenrechner??“) fast doppelt so viele Einwohner. Allerdings ist die Fläche, der sich im Pazifischen Ozean erstreckenden Inselkette auch ein bisschen größer, als die der Bundesrepublik Deutschland. Dennoch sind viele Teile der Inseln nicht zum besiedeln geeignet, dadurch wohnen in Tokyo alleine schon 8.340.000 Menschen.   

Andere Leute finden die Sprache zu kompliziert. „Japanisch? Das wäre mir zu schwer! Ist das nicht mit den verschiedenen Tonhöhen?“ An der Stelle wird dann Chinesisch nachgeahmt, bei dem wahrscheinlich jeder Chinese schreiend, aus dem Zimmer laufen würde. Daraufhin erklärt man dann: „Nein!! Das, was du meinst ist Chinesisch!! .... Japanisch klingt ganz anders!“ denn jedem Konsonanten folgt fast immer ein Vokal.
Beispiel Wörter:
Hana          = Blume
Ani           = Bezeichnung für den eigenen älteren Bruder
Keshigomu      = Radiergummi
Kurisumasu    = Weinachten

Wieder andere Leute sind genauso begeistert von Japan, wie ich es bin. Es sind meistens die Freunde, die ich über Animexx (Für alle, die keine Ahnung haben, was Animexx ist: http://animexx.onlinewelten.com/)   kenne. Nun über SchülerVZ bin ich in der Gruppe „ YFU Japan 2011/2012“. Wir sind zurzeit 13 Mitglieder und die meisten kommen nun mal über Manga und Anime dazu nach Japan zu wollen.

Nun hier kommt meine Geschichte:
Eigentlich hat alles mit Müll angefange!! Ja wirklich mit Müll!
Papa war vor langer, langer Zeit mal Trainer für Jujutsu und irgendwie kam er damals auf die Idee, in einem unserer Zimmer Judomatten auszulegen. Judomatten kauft man sich eigentlich nicht als Privatperson, so wurde Papa, als Händler registriert und erhält bis heute regelmäßig Bestellkataloge für Karateanzüge, Judomatten usw. Einen dieser Kataloge fand ich im Papierkorb. Ich blätterte gelangweilt die Seiten um, auf denen kleine Kinder und haarige Männer mit schwarzen Anzügen komisch Haltungen annahmen. Bis ich auf die Seite mit der Kendorüstung stieß. Kendo: Ein Japanischer Kampfsport, bei dem sich zwei berüstete und mit Bambusschwertern bewaffnete Menschen gegenseitig schlagen. Das war der Sport, den ich machen wollte. 2005 habe ich dann angefangen gehabt, da war ich in der 5. Klasse. Ich kann mich noch gut an das Training erinnern, zu gut.  Es fing immer mit der Kata an, danach folgte das aufwärmen und dehnen, daraufhin zog man seine Rüstung an, wenn man eine hatte bis zum Ende wurde dann frei gefochten. Ich konnte nur einmal die Woche zum Training, ich war die Jüngste und das Training war ziemlich spät. Zudem ist Kendo ein sehr typischer Japanischer Sport. Man erkennt Japanische Sportarten daran, dass man so gut wie immer das gleiche macht. Die Dinge führten dazu das ich 2 Jahre später aufhörte. Dennoch hatte der Sport mein Interesse für Japan geweckt.
In der 7. Klasse habe ich dann angefangen Japanisch zu lernen. Eigentlich lernt man ab der 7. Klasse eh schon eine Fremdsprache. Allerdings habe ich das Glück an einer Gesamtschule zu sein, das bedeutete, das die Fremdsprache in das Fach: „Wahlpflichtbereich 1“ fällt. Alternativen zu Spanisch und Französisch waren dann Fächer wie „Mensch, Natur, Technik“
In dem Fach hat man zusätzliche 4 Stunden Naturwissenschaften (Bio, Physik, Chemie). Meine Meinung von dem Geschick des Kurses in Chemischen Dingen, hielt sich in Grenzen, mit anderen Worten: Ich war froh, dass die Schule noch nicht in die Luft geflogen war. Irgendwann kamen die Schüler mit einer komischen gelblichen Substanz an, welche alles andere als gut roch. Später habe ich dann erfahren, dass es sich um selbstgemachte Creme handelte. Nun aber „Mensch, Natur, Technik“ war immer noch besser als der Kurs „Technische Welt“, wobei sich das Wort Welt auf die Schule bezieht. Ziel des Kurses ist es, die Dinge zu reparieren, die in der Schule kaputt gehen. Unser Klassenlehrer Herr W. leitete den Kurs.
Schüler 1: „Oh mein Stuhl ist kaputte!“ (Schüler 1 hat gekippelt)
Herr W.: „Kein Problem! Den nimmt Myron mit in „Technische Welt!“
Nun ist allen klar, was Myron dann die nächsten Stunden machen durfte.
Über die Kurse Spanisch und Französisch kann ich nicht so viel sagen, da waren halt die Streber! Na gut das entspricht auch nicht ganz der Wahrheit... (Anna! Ich würde es nie wagen, dich als Streber zu bezeichnen). Nun Tatsache ist nur, das viele die eine 2. Fremdsprache hatten auch in die Oberstufe gegangen sind. Ich war in dem Kurs „Musisch Kulturelle Bildung“, der tollste Kurs überhaupt! Nein ich darf nicht lügen. Wir haben nichts zu anspruchsvolles gemacht, wir haben gemalt, wir mussten Musik machen und Theater spielen und dämliche Führungen durch Klangkunstausstellungen leiten. Mit anderen Worten 90% der Schüler waren nicht Sprachbegabt, weiblich und zu doof für Naturwissenschaften...
Nun ich bin vielleicht etwas abgeschweift...
Eigentlich wollte ich sagen, dass ich damals auch nicht so Sprachbegabt war. Nun es hat sich auch bis heute leider nicht wirklich geändert. Meine Lehrer hielten es für nicht so klug Japanisch zu lernen. Ich habe es natürlich trotzdem gemacht. In der 7. und 8. Klasse hatte ich immer zweistündig. Später habe ich dann noch einen Kurs bei der Volkshochschule belegt. Ab der 9. Klasse hatte ich dann vierstündig Unterricht. 
Wenn man Japanisch lernt, ist der Kontakt mit Manga eigentlich unvermeidbar. So habe ich zu Weinachten 2008 meinen ersten Manga:
„Kagen no Tsuki“ bekommen. Zuvor hatte ich allerdings schon den Film mit Hyde gesehen.
Den Wunsch, einen Schüler Austausch nach Japan zu machen, hatte ich seit dem ich Japanisch lernte.

Mittwoch, 10. November 2010

Einleitung

Nun... Der Titel sagt eigentlich schon alles. Ich habe vor, hier über mein Austauschjahr in Japan, das im März 2011  beginnt, zu berichten, damit ich mit so vielen Leuten, wie möglich in Kontakt bleiben kann. Ich sehe es leider bei meinen Freunden, die auch ein Jahr im Ausland sind, dass man eigentlich ziemlich wenig Kontakt hat. Man schreibt sich hin und wieder eine E-Mail, aber eigentlich  hat man keine Vorstellung davon, was sie am anderen Ende der Welt gerade machen. Und um dies zu vermeiden, werde ich meine Erlebnisse hier aufschreiben^^